Saison I: Mannschaftsvorstellung 6/12

BPC Franken

Nach zwei Vorstellungen in der Schweiz widmen wir uns heute wieder einer einheimischen Mannschaft und werfen den Blick ins beschauliche Franken zum dort heimischen BPC. Will man die Jungs und Mädels dieses Bundesligisten in Kürze beschreiben, so ist wohl kein Wort treffender als „Erfahrung“. Ein Großteil der SpielerInnen hat schon zu Beginn des Jahrzehnts seine Becher versenkt und schickt sich nun also an, auch der Beer Pong-Bundesliga seinen Stempel aufzudrücken. Zu diesem Zweck schicken die Franken ein namhaftes Team ins Rennen, das mit etwas Glück die vorderen Ränge im Tableau attackieren kann. „Wir sehen uns selbst im oberen Mittelfeld“, gibt Kapitän Martin Waschi‘ Wagner Auskunft über die Eigenwahrnehmung seines BPC. „Die Krönung wäre ein Platz auf dem Podium, allerdings sehen wir andere Teams momentan stärker.“

Angeführt wird das Aufgebot des BPC von Michael ‚Michl‘ Neubauer – einem Spieler, der jedem in der Beer Pong-Szene ein Begriff sein sollte. Unzählbar sind wohl mittlerweile seine Titel auf kleinen Turnieren, weshalb wir an dieser Stelle vor allem seine Erfolge bei den großen Majors unseres Sports erwähnen wollen. Und auch hier hat Neubauer bereits genug Metall für den heimischen Trophäenschrank gewinnen können. Bevor er gemeinsam mit seinem aktuellen Partner Christian ‚Crouch‘ Rudat (3) als Team ‚MAC‘ auf Becherjagd ging, sorgte Neubauer schon mit Daniel Berschneider (11) als Team Bierkönig für Furore. In Neubauers Vita stehen Titel bei GSOBP, DSOBP, der spanischen und tschechischen sowie der Tiroler Meisterschaft und der Bodensee Open. Ferner wurde er Zweiter bei der SSOBP und stattete dem Beer Pong-Mekka Las Vegas und damit der WSOBP bereits einige Besuche ab. In Einzel und Doppel ist er immer eine Macht am Tisch, zudem hat er durch mehrere Erfolge in jüngster Zeit auch bewiesen, dass ihm Online-Pong nicht fremd ist. Mit ihm schickt der BPC eine starke Nummer 1 ins Feld.

Sein Teampartner Christian Rudat geht an Rang 3 ins Turnier. Auch sein Trophäenschrank dürfte mit den eben schon bei Neubauer genannten Titeln sowie unzähligen weiteren Erfolgen mittlerweile gut gefüllt sein. Gemeinsam mit den gleich noch genannten ‚Warriors‘ stellt Team MAC eine starke Top 4, die sich gegen kein Team der Bundesliga verstecken muss.

Wer den BPC Franken genauer verfolgt, der weiß, dass neben Team MAC noch ein zweites Team regelmäßig die Shirts mit den rot-weißen Farben vertritt: Die Warriors. Mit Christian ‚Mr. Bauch‘ Schwenk platziert sich einer der beiden Spieler des Teams auf Rang 2 der Setzliste, Kapitän Martin Wagner reiht sich an der 4 ein. Auch diese beiden Spieler haben sich schon viele kleinere Turniere sichern können und sind auch bei den europäischen Majors immer im erweiterten Favoritenkreis. Bis jetzt ist der ganz große Wurf allerdings noch ausgeblieben, wenngleich auch denkbar knapp. Zweite Plätze bei der ESOBP und der spanischen Meisterschaft (tatsächlich im rein fränkischen Finale gegen Team MAC), ein Dritter Platz bei der SSOBP und viele weitere Top-10-Platzierungen stehen für die beiden Beer Pong-Veteranen zu Buche. Schwenk bewies bei seinem Einzel-Sieg bei der DSOBP seine Klasse im Eins gegen Eins. Dass sie über die nötige Konstanz verfügen, über eine gesamte Saison hinweg stark aufspielen zu können, zeigten die Warriors mit ihrem ersten Platz im bpong.at-Jahresranking von 2017.

Nach dieser formidablen Top 4 fällt die Qualität beim BPC Franken leider etwas ab. Pascal Enser an Rang 5 kann zwar an einem guten Tag nahezu jeden Gegner aus dem Turnier nehmen (und hat das insbesondere beim Online-Pong auch schon bewiesen), hat allerdings noch etwas Probleme mit der Konstanz. Insbesondere in den langen Best of 7-Matches der Bundesliga könnte es eng werden für ihn, wenngleich auch er schon einige Turniere auf dem Buckel hat. Wenn er seine Spiele an der 5 zum Großteil gewinnen kann, könnte dies für den BPC Gold wert sein.

An der 6 folgt Kevin Probst. Er hat in den letzten Jahren nicht so viel Spielstunden sammeln können und erst in den letzten Monaten wieder den Spaß am Spiel gefunden. In der Vergangenheit war er allerdings auch des Öfteren in den letzten Runden diverser Turniere vertreten. Findet er sein damaliges Spiel wieder, kann er seine Siege holen – falls nicht, wird es schwer. Dass er die nötige Motivation dafür besitzt, bewies er mit seinem Engagement, den BPC bei der Bundesliga zu melden.

Komplettiert wird die männliche Vertretung des BPC Franken durch Danny Schupp (11), Daniel Berschneider (12), Max Schaak (13) und Christian Öchsner (14). Hervorzuheben sind dabei wohl vor allem Öchsner, gemeinsam mit Neubauer Sieger der tschechischen Meisterschaft, und Berschneider, der in der ersten Hälfte der 2010er-Jahre gemeinsam mit Neubauer ein Top-Team stellte. Auch an den hinteren Positionen können die Franken also mit Erfahrung punkten.

Dies setzt sich so auch bei den Damen fort. An der 7 steht mit Nadine Di Terlizzi eine ebenfalls sehr erfahrene Spielerin, die schon mehrfach den Titel als bestes Damenteam auf Turnieren im In- und Ausland einfahren konnte. Wenn sie ihr bestes Spiel findet, kann sie zu einem harten Prüfstein für alle Damen werden, wenngleich sie in den letzten Monaten kaum am Tisch gestanden hat. Ihre ehemalige Partnerin Lena Schubert an Rang 8 wird vermutlich nicht viele Spiele bestreiten – sie hat sich ein wenig aus der Bundesliga zurückgezogen und fungiert als Ersatzspielerin.

Anna Knaus auf der 9 ist demnach die zweithöchste Dame im Kader. Auch sie hat bereits Major-Erfahrung sammeln können und ist motiviert für ihre Auftritte – einen Qualitätsnachweis muss sie allerdings erst noch erbringen. Diesen hat Jolien Schupp (10) in früheren Jahren bereits abgeliefert, als sie regelmäßig die beste Dame auf den fränkischen Turnieren war. Auch ein Upset der Nummer 1 auf der GSOBP als damals schlechtestes Team nach der Vorrunde steht in ihrer Vita. In den letzten Jahren hatte ihre Beer Pong-Karriere einen ziemlichen Durchhänger, doch mit einem guten Start in die Saison kann sie vielleicht ihr Spiel wiederfinden.

Insgesamt teilt sich der Kader des BPC Franken in zwei Hälften. An der Spitze die Vielfahrer und Titelsammler, die unabhängig vom jeweiligen Gegner in nahezu jeder Partie ihre Punkte holen können. Im hinteren Startlistenbereich finden sich dagegen eher erfahrene Spieler, die zwar schon lange mit dabei sind, in den letzten Jahren allerdings wenig Turniere bestritten haben. Wenn die Top 4 des BPC konstant Punkte einfahren kann und in den einzelnen Partien von Spielern der hinteren Positionen unterstützt wird, kann es für die Franken hoch hinaus gehen. Das Derby gegen den BPC Emmering direkt zum Auftakt wird zeigen, wohin die Reise gehen kann.

Experten-Prognose: Platz 4-7

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