Autor: Mische - BP Rieberg

Saison I: Mannschaftsvorstellung 5/12

BPC Aargau

Mit dem BPC Aargau stellen wir heute die zweite Schweizer Mannschaft in der Beer Pong-Bundesliga vor. Von vielen werden die Jungs und Mädels aus dem Norden unseres Nachbarlandes bereits als einer der Abstiegskandidaten gehandelt, mit enormer Erfahrung werden die Aargauer versuchen diesem Ruf nicht gerecht zu werden. „Vermutlich werden wir von vielen unterschätzt“ glaubt Kapitänin Jeannine Colombo, die von ihrer Mannschaft dennoch überzeugt ist.

Auf der Spitzenposition schickt der BPC Marcel Sax ins Rennen. Gemeinsam mit Markus Müller (10) spielt Sax in der zweithöchsten Schweizer Liga NPL und ist starke Gegner insofern gewohnt. Im Online-Beer Pong hat er sich bisher gut zurechtfinden können, spielt nahezu jedes Turnier mit, das in der Schweiz angeboten wird. Seine große Stärke ist der eigene Kopf, auch von Weltklasse-Gegnern lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen. Diese Ruhe wird er auch brauchen, wenn er an Rang 1 Punkte gegen die ganz großen Namen des Sports einfahren will.

Auch Marco Schüpfer, der an Rang 2 gesetzt ist, spielt in der NPL. Gemeinsam mit seinem Partner Tobias Schönle (9) hat er schon einige Turniersiege einfahren können. Ebenso wie Sax ist er aktuell im Online-Pong sehr aktiv, was ihm zum Vorteil gereichen könnte. An Selbstvertrauen mangelt es ihm ebenfalls nicht: „Ich war schon so oft auf dem Podest, dass ich nicht mal mehr weiß, wie oft genau“, sagt er selbst über sich. Trotz dieser Voraussetzungen wird es auch für ihn schwer werden, regelmäßig Punkte zu holen.

Ähnliches gilt für Jan Humm an Rang 3, der von sich selbst behauptet aktuell nicht mehr in Top-Form zu sein. Zwar hat auch er schon zahlreiche Schweizer Turniere im Einzel und Doppel gewinnen können, jedoch wird für einen stabilen Auftritt in der Bundesliga eine gute Form unerlässlich sein. Ganz andere Töne gibt Reto Fischer an der 4 von sich. Er behauptet von sich selbst, der MVP des Teams zu sein und muss seinen großen Worten nun auch große Taten folgen lassen. Ein starkes Mindset ist dafür aber nicht die schlechteste Voraussetzung.

Mit Pascal Werner schicken die Aargauer ihren Vereinspräsidenten an der 5 ins Rennen. Im Offline-Pong hat er schon einige Turniersiege in der Schweiz einfahren können und hat sich auch bei zwei Major-Turnieren in die Top 10 spielen können. Mit dem Spiel gegen den Bildschirm hat er sich noch nicht wirklich anfreunden können. Wenn es ihm gelingt, sein Spiel auch im heimischen Wohnzimmer abzurufen, könnte er sich an dieser tiefen Position zu einer echten Waffe entwickeln.

Auch Andre Meyer an Position 6 wird den einen oder anderen Punkt für seine Farben sammeln können. In seiner langen Beer Pong-Laufbahn hat er wohl schon alles erlebt und viele Pokale gesammelt. Insbesondere der Titel als bestes Mixed Team bei der SSOBP 2019 mit seiner Frau Melissa (15) sticht dabei heraus. In letzter Zeit hat er den Sport zwar etwas hinten angestellt, sollte aber dennoch die Erfahrung haben, um seine Spiele erfolgreich gestalten zu können.

Internationale Erfahrung bringt Yanick Klingler an Position 7 mit an den Tisch. Er ist das Urgestein im Team der Aargauer, erreichte bereits 2011 einen vierten Platz bei der SSOBP. Dass er auch heute noch gut spielen kann beweist der Sieg beim Random Turnier der ASOBP 2019. Er nimmt an nahezu jedem Turnier der SSOBP teil und wird sich auch in der Bundesliga gut einbringen können.

Die Top 8 komplettiert mit Marc Fischer ein Spieler, der es vor allem aufgrund seiner mentalen Stärke an diese Position geschafft hat. Er selbst behauptet von sich, vor allem den letzten Becher mit einer traumwandlerischen Sicherheit zu treffen. Beweise sollte er dafür in der anstehenden Saison liefern.

Ein großer Trumph im Team des BPC Aargau ist die weibliche Fraktion. Mit Jeannine Colombo (11) und Patricia Haas (13) steht eines der besten rein weiblichen Teams Europas im Kader der Schweizer. Beide standen schon mehrfach gemeinsam auf dem Podium und waren das beste Frauen-Team der ESOBP 2017 – 2019 sowie der SSOBP 2019. Durch ihre tiefe Startnummer werden es die beiden hauptsächlich mit weiblichen Gegnern zu tun haben und dürften hier viele Punkte einfahren können. Unterstützung erhalten sie dabei von der erfahrenen Melissa Mayer (15) und der Newcomerin Selina Gast (18).

Für die anstehende Saison haben sich die Aargauer ein ehrenwertes Ziel gesetzt: „Bei uns steht der Spaß im Vordergrund, wir wollen, dass am Ende der Saison alle gemeldeten Spieler etwa gleich viele Spiele absolviert haben.“ Diese sehr faire Einstellung könnte dem sportlichen Erfolg der Aargauer etwas im Weg stehen, die wohl schon bei dauerhafter Top-Besetzung nicht in vielen Spielen der Favorit sein werden. Dass auch intern der Titel als nicht realistisch angesehen wird, stellt Colombo mit einem Schmunzeln klar. „Wahrscheinlich unterschätzen wir uns sogar selbst. Die meisten denken, wenn es gut läuft werden wir 8.“ Betrachtet man die Chancen der Aargauer realistisch, scheint eine Platzierung vor den Abstiegsrängen tatsächlich das realistische Ziel zu sein. Zwar bringen die Schweizer einen ausgeglichenen Kader und eine starke Frauen-Abteilung an den Start, insgesamt fehlt es aber wohl etwas an der Qualität für einen größeren Wurf. Dass dies nicht das unbedingte Ziel des BPC ist, zeigt das Motto, das Colombo mit auf den Weg gibt. „Wir können mit Stolz sagen, dass wir immer jedes Bier ausgetrunken haben und das auch in der Zukunft weiter tun werden.“

Experten-Prognose: Abstiegskampf

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Die Mannschaftsvorstellungen im Überblick:

Saison I: Mannschaftsvorstellung 4/12

BP Team Innerschwiiz

Mit dem BP Team Innerschwiiz werfen wir in der vierten Mannschaftsvorstellung das erste Mal einen Blick über die deutschen Grenzen hinaus: Das Team unserer Schweizer Nachbarn vereint einige der besten Spieler des Landes unter ihren Fahnen und möchte, wie es Kapitän Milton Wild so poetisch ausdrückt, wie ihre „Vorfahren 1291 auf dem Rütli seinen Zusammenhalt besiegeln.“ Etwas zurückhaltend formuliert Wild einen Platz in der oberen Tabellenhälfte als Ziel für seine Farben, der genaue Blick auf den Kader wird aber offenbaren, dass dies wohl zu tief gegriffen ist.

An der Spitze der Schweizer steht mit Elias Ulrich der momentan wohl konstanteste Beer Pong Spieler Europas. Perfect-Spiele sind für den amtierenden Einzel-Weltmeister von 2019 scheinbar eine Leichtigkeit, wie er gerade regelmäßig bei den Online-Turnieren der SSOBP und bpong.at beweist. Gemeinsam mit seinem Partner Sidney Wild wurde er außerdem im vergangenen Jahr Vize-Europameister und holländischer Meister. Obwohl Startlistenplatz 1 bei den meisten Teams formidabel besetzt, ist wird Ulrich wohl dennoch in nahezu jedem Match als Favorit ins Spiel gehen und sollte für sein Team in Einzel und Doppel eine Bank sein.

Hinter Ulrich geht das Team Innerschwiiz mit Alvin Amstein (2) und Morris Falsia (3) ins Rennen. Die beiden, besser bekannt als Team ‚KOBE‘, sind spätestens seit ihren Abonnement-Siegen bei den Social Distance-Turnieren der Becherhelden ein fester Begriff in der Beer Pong-Szene. Doch auch offline haben die beiden schon zu überzeugen gewusst. Bei der GSOBP 2019 erreichten sie einen starken dritten Platz, außerdem gewannen sie den Titel in der höchsten Schweizer Liga National Major League (NML). Für beide wird es vor allem darum gehen sich online auch alleine zu behaupten, wobei dies eigtenlich kein allzu großes Problem darstellen sollte.

Sidney Wild, seines Zeichens Teampartner von Ulrich bei ‚Team OT‘, komplettiert die hervorragende Top 4 der Schweizer. Offline ist er dank seiner Erfahrung über jeden Zweifel erhaben, gemeinsam mit ‚ProC‘ sicherte er sich nicht umsonst den Österreichischen Titel von 2018. Online fehlt ihm noch ein wenig die Konstanz. Wenn die oberen Ränge der Schweizer geknackt werden können, dann wohl am ehesten an Rang 4, wenngleich Wild natürlich dennoch ein nie zu unterschätzender Spieler ist.

Auf Rang 5 geht Andrin Gamma ins Rennen. Er hat gemeinsam mit Kapitän Milton Wild (8) in der vergangenen Saison den Aufstieg in die höchste Schweizer Liga NML geschafft. Beide haben also gezeigt, dass sie ernst zu nehmende Gegner sein können, wenngleich man gespannt sein kann, ob sie auch in der Bundesliga ihre Punkte einfahren können. Aufgrund noch fehlender starker Leistungen bei großen Turnieren steht hier ein kleines Fragezeichen.

Platz 6 und 7 nehmen mit René Barmettler und Robin Betschart zwei Newcomer ein. Beide haben bereits erste kleine Turniere gewonnen und sich auch bei Einzelturnieren in der Schweiz einen Namen gemacht. Auch Romeo Bienz auf Rang 9 trägt zu Recht noch den Stempel Newcomer. Alle drei Neulinge müssen in der anstehenden Saison beweisen, dass das Team zu Recht auf sie setzt und können sich gleichzeitig in der Beer Pong-Szene einen Namen machen.

Mit Noah Bellwald komplettiert ein alter Hase die männliche Vertretung des Team Innerschwiiz. Er spielt bereits seit Jahren das Spiel, das wir alle so lieben und hat wohl auch schon alles gesehn. Bei seinen Einsätzen wird sich der Veranstalter der Swiss Series of Beer Pong, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, auf seine enorme Erfahrung verlassen können.

Den Damen der Mannschaft fehlt es noch etwas an Erfahrung. Lediglich Jessica Sereina hat bereits nationale und internationale Turniererfahrung, wohingegen Sina Trütsch, Selina Hutter, Nina Noser, Tanja Aschwanden, Nadja Räber und Nicole Föhn allesamt Neulinge sind. Hier könnte es gegen die teilweise sehr starke Damen-Konkurrenz schwer werden, regelmäßig zu punkten.

Insgesamt teilt sich das Schweizer Team also auf in einige der besten Spieler Europas, interessante Newcomer und SpielerInnen, denen wohl noch ein wenig die Konstanz und Spielstärke fehlt. Dennoch darf man ein Team mit dieser Top 4 keineswegs unterschätzen, weshalb das von Kapitän Wild abgegebene Ziel auch ein wenig zu niedrig gestapelt wirkt. Mit einem amtierenden Weltmeister im Kader und diesem Supporting Cast, muss das Ziel das Podest sein. Zumal die Schweiz schon seit Jahren starke Newcomer produziert, die oft bereits bei den ersten Auftritten zu überzeugen wissen. Für den Griff zum Titel könnte es dem Team Innerschwiiz allerdings ein wenig an Tiefe und Stärke auf den hinteren Positionen fehlen.

Experten-Prognose: Platz 3-5

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Die Mannschaftsvorstellungen im Überblick:

Saison I: Mannschaftsvorstellung 3/12

BP Rieberg

Am dritten Tag der Mannschaftsvorstellungen der bald beginnenden Beer Pong-Bundesliga wenden wir uns einem der absoluten Top-Favoriten zu, gespickt mit brachialen Werfern und gutaussehenden jungen Männern und Frauen. Die Rede ist natürlich, wie sollte es anders sein, vom Team der Veranstalter: BP Rieberg. Doch keine Angst, diese Vorstellung soll nicht zu einer Lobeshymne auf die Karlsruher werden, zumal die Ironie spätestens mit der Deklarierung als Top-Favorit entblößt gewesen sein sollte. Insofern wollen wir auch in diesem Text, die einzelnen Akteure der Rieberger mitsamt ihren Stärken und Schwächen vorstellen.

Mit Fabian Kaltenbrunn rangiert auf Platz 1 der Starterliste ein Spieler, der zwar nach wie vor nahezu jeden Gegner in Europa schlagen kann, im letzten halben Jahr allerdings etwas Rost angesetzt hat. Dies könnte seine Punkteausbeute auf der ligaweit fantastisch besetzten Spitzenposition etwas schmälern. Nicht falsch verstehen: Natürlich spielt Kaltenbrunn immer noch auf einem äußerst hohen Level, doch einzelne Ausreißer nach unten sind derzeit keine Seltenheit. Dass er den nötigen Ehrgeiz besitzt, sich aus dieser kleinen Misere wieder nach oben zu kämpfen, steht allerdings außer Frage – und solange das oft angekündigte Karriereende noch nicht eintritt, wird der Vize-Europameister im Einzel von 2017 den Rieberger Spitzenplatz immer noch zurecht einnehmen.

Zumindest nahe an den Spitzenplatz herangerückt ist Florin Liedtke. Der ehemalige „Alkohooligan“ hat sich insbesondere im letzten Jahr eine Konstanz erarbeitet, mit der er mittlerweile teilweise auch im Konzert der ganz Großen eine kleine Geige spielen kann. Was ihm dabei ab und an noch im Weg steht ist, wie so oft im Beer Pong, der eigene Kopf. Gelingt es Liedtke diesen wohl härtesten Gegner auszuschalten, kann er, trotz bisher fehlender großer Erfolge, an Position 2 für ordentlich Furore sorgen. Ihm scheint außerdem auch die heimische Atmosphäre des Online-Beer Pong gut zu tun.

In der engen Rieberger-Startlistenbesetzung, die per Abstimmung erfolgte, setzte sich Konrad Grünewald knapp auf Rang 3 durch. Er ist einer der Spieler, die für den Rieberger Erfolg das Zünglein an der Waage sein könnten. An guten Tagen spielt Grünewald ein fantastisches Beer Pong und legt eine Konstanz und Trefferquote an den Tag, die ihresgleichen sucht. Leider hat er es bisher nicht geschafft, diese Konstanz zu konservieren, was die bislang mäßige Ausbeute bei großen Turnieren unterstreicht. Insofern kann ihm getrost der Stempel „Wundertüte“ aufgedrückt werden, wenngleich ihn keiner seiner Gegner unterschätzen sollte – dafür ist er zu stark.

Hinter Grünewald rangiert mit dem Rieberger Kapitän Nikolai Becker der zweite Organisator, der nun endlich seinen Fetisch für das Durchführen von ordnungsgemäßen Turnieren ausleben kann. Becker hat sich, vor allem durch jahrelanges intensives Training in den Rüppurrer Trainingshallen des Café Chance, mittlerweile einen stabilen Wurf erarbeitet, mit dem er langfristig noch mehr Erfolge feiern kann. Gut getan hat ihm dabei auch die Erhöhung der Wurfgeschwindigkeit, die in früheren Jahren noch deutlich langsamer war. In den vergangenen Wochen hat er viel Erfahrung beim Online-Pong sammeln können und ist an Position 4 eine mehr als solide Option.

Der letzte im Triumvirat der Organisatoren hat es an Startlistenplatz 5 gerade noch so in die Rieberger Startelf geschafft. Mit Patrick Mitschke können die Rieberger einen erfahrenen Spieler aufbieten, dem ebenfalls wie dem einen oder anderen Teampartner ein wenig die Konstanz fehlt. Auch bei ihm ist die Überlistung des eigenen Kopfes wohl das A und O für ein gutes Spiel. Dennoch sollte die vergleichsweise tiefe Ranglistenposition Mitschke helfen, den einen oder anderen Punkt für seine Farben sammeln zu können.

Knapp dahinter hat sich Johannes Penka auf Platz 6 eingefunden. Auch für ihn kann bedingt der Stempel „Wundertüte“ gelten, wenngleich dies etwas eingeschränkt werden muss. Gelingt es Penka sein bestes Spiel zu zeigen, so sollten die meisten Gegner auf Platz 6 kein großes Problem für ihn sein und auch mit einer normalen Leistung kann er seine Siege holen. Wenn er die Bundesliga nutzen kann, um weiter an seinem Wurf zu arbeiten, könnte er sich in der Starterliste schon bald nach oben arbeiten.

Einer der großen Rieberger-Trümpfe befindet sich an Rang 7: Mit Lea Salavarda haben die Karlsruher die vermutlich stärkste Frau der gesamten Liga in ihren Reihen. Belegt wird dies durch zahlreiche Titel als beste Dame bei diversen On- und Offline-Turnieren. Hatte sie früher noch oft mit ihrer Konstanz zu kämpfen, so hat sich Salavarda mittlerweile gefestigt und sollte insbesondere bei den oft an dieser Position stattfindenden Damen-Duellen die Favoritenrolle einnehmen.

Lennard Albrecht, der kongeniale Partner von Johannes Penka, hat sich Platz 8 ergattert. Für ihn gilt, mit Abstrichen, das Gleiche wie für Penka. Mit seinem besten Spiel kann er es mit den stärksten Werfern aufnehmen, jedoch geht ihm eben jenes leider zu oft ab. Dennoch ist er eine mehr als solide Option und sollte bei seinen Auftritten zu überzeugen wissen.

Mit Lukas Greß, Levin Eder und Luka Salavarda auf den Plätzen 9-11 können die Rieberger auf weitere erfahrene Spieler zurückgreifen, die allesamt schon auf großen Turnieren gespielt haben und insofern verlässliche Optionen sein könnten. Alexander Etzler (Platz 13) und Thomas Greß (15) komplettieren die Rieberger-Herren, beiden ist ein versenkter Ball ebenfalls nicht fremd.

Leonie Apostel sicherte sich in der Rieberger Vorauswahl den zweithöchsten Damen-Startplatz auf Rang 12. Insbesondere ihr dritter Platz beim Damen-Einzel der ESOBP 2019 beweist ihre Stärke. Sie scheint ebenfalls fähig genug zu sein, die meisten Punkte auf der 8 holen zu können.

Auch die restlichen Rieberger-Damen haben das Können und die Erfahrung, um bei ihren Einsätzen  erfolgreich zu sein. Shuyana Becker und Melanie Gallmeier vom ‚Team Unicorn‘ (14 und 17) haben schon allerlei Turniere bestritten und sind mit ein wenig Konstanz in der Lage ihre Spiele zu gewinnen. Mit Katharina Printz (16) steht außerdem die Damen-Vize-Europameisterin von 2019 im Kader und auch Helen Schwinkendorf  (18) hat bereits Erfahrungen und Siege sammeln können.

Wie bereits mehrfach erwähnt, wird der Rieberger Schlüssel vor allem die Konstanz sein. Geschuldet der Tatsache, dass die ganz großen Schwergewichte im Kader fehlen, wird außerdem eine ausgeglichene Mannschaftsleistung von Nöten sein, um viele Siege zu holen. Das optimistische Ziel, ein Platz auf dem Podium, ist wohl nur mit den nötigen starken Auftritten aller aufgestellten Spieler und etwas Glück zu erreichen. Die Damen könnten dabei für die Rüppurrer ein dauerhaftes Stein im Brett werden, zusätzlich könnte es sich auszahlen, dass unter anderem mit den ‚GOA Peters‘, ‚Heavy Favorites‘ und ‚Bambnard‘ eingespielte und turniererfahrene Doppel antreten können.

In welche Richtung es für die Rieberger geht, wird bereits nach den ersten drei Spieltagen deutlich werden: Duelle mit Team Innerschwiiz, dem BPC Franken und dem 1. BPC Emmering werden sicherlich keine leichte Aufgabe und zeigen, ob die Mannschaft tatsächlich schon für Größeres bereit ist. Zu den Abstiegsplätzen sollte man aber am Ende der Saison auf jeden Fall einen komfortablen Abstand aufgebaut haben.

Experten-Prognose: Platz 4-6

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Die Mannschaftsvorstellungen im Überblick:

Saison I: Mannschaftsvorstellung 2/12

1. BPC Emmering

Für die zweite Mannschaftsvorstellung der ersten Saison der Beer Pong-Bundesliga bewegen wir uns vom Bodensee etwas weiter Nordöstlich und landen in Emmering. Der ortsansässige 1. BPC Emmering kann wohl getrost als der erfolgreichste deutsche Beer Pong-Verein bezeichnet werden. Zahlreiche nationale und internationale Titel schmücken den Briefkopf der Mannschaft, die sich anschickt, auch die erste Ausgabe der BPBL für sich zu entscheiden. „Offiziell geben wir einen Platz unter den ersten drei aus, aber intern wurde schon vielfach der Titel als Ziel formuliert,“ hält Kapitän Christoph Vogel mit den Ansprüchen seines Teams nicht hinter dem Berg. Und tatsächlich muss man dem Veteranen der Beer Pong-Szene bei der offiziellen Zielausgabe wohl vor allem falsche Bescheidenheit attestierten, denn das Team der Emmeringer ist gespickt mit Hochkarätern.

Doch der Reihe nach: Auf Starterlistenplatz 1 steht Vogel selbst und allein seine Titelsammlung lässt den einen oder anderen Kontrahenten wohl vor Neid erblassen. Neben dem Europameistertitel 2015 und dem Schweizer Meistertitel im selben Jahr sowie einem starken Auftritt in Vegas im darauffolgenden Jahr mit seinem kongenialen Partner Kevin Keenan steht auch der deutsche Meistertitel im Einzel 2018 bei Vogel im Regal. Zwar sieht sich der oftmals vielleicht etwas zu bescheidene Vogel im Online-Einzel noch nicht so ganz auf der Höhe, dennoch muss mit ihm immer zu rechnen sein. Sofern es im weiteren Verlauf der Saison auch zu direkten Kräftemessen kommen wird, ist er sowieso über jeden Zweifel erhaben.

Auf Rang 2 und 3 stehen mit Alexander Schmid und Michael Saller zwei Werfer, die sich in den letzten Jahren gemeinsam als ‚CupKiller‘ nicht nur als bestes Emmeringer, sondern auch als eines der besten Teams Europas etabliert haben. Als Doppeleuropameister 2018 und 2019 sowie mit Erfahrung bei der World Series bilden die beiden gemeinsam mit Vogel wohl eines der stärksten Trios der gesamten Liga. Die interne Rangliste haben Schmid und Saller in einem Duell ausgespielt, was den Ehrgeiz der beiden für die anstehende Saison verdeutlicht. Gespannt sein kann man darauf, ob es Schmid gelingt, den Sieg gegen seinen Partner zu bestätigen und so jeder teaminternen Diskussion über eine vermeintliche falsche Platzierung den Riegel vorzuschieben.

An Rang 4 steht mit Kilian Werner ein Spieler, der sich laut Kapitän Vogel in diesem Jahr enorm verbessert hat und seinen Wurf deutlich stabilisiert hat. Er gehört, ähnlich wie seine drei Vorgänger zu den eher stillen Genossen am Tisch und lässt vor allem seine hohe Trefferquote für sich sprechen.

Hinter Werner rangiert mit Alexander Weiss ein Spieler, dem Vogel in der aktuellen Form sogar den Spitzenplatz übergeben würde. Und tatsächlich hat sich Weiss, der 2018 das Finale der GSOBP bestritten hat, in den letzten Wochen überragend präsentiert und scheint durch die heimische Atmosphäre beflügelt zu sein. “Er ist nahezu unschlagbar momentan und strahlt eine enorme Sicherheit aus,“ beschreibt Vogel den Geheimfavoriten der Emmeringer.

Auf Rang 6 hat sich der BPC für Dave Homm entschieden. Gemeinsam mit Werner stellt Homm das Team ‚Them Balls‘, die auch bei jedem Turnier für Furore sorgen können. Gemeinsam mit Fabian Kristyn-Petri gewann Homm 2018 das Mainevent im Ruhrpott und spielte anschließend eine brilliante World Series. Dass zwei World Series Teilnehmer für Emmering an Rang 6 und 11 antreten, sollte alles über die Tiefe und Qualität dieses Teams aussagen.

Unterstrichen wird dies nur weiter von Kevin Keenan, der Platz 7 übernimmt. Wie bereits erwähnt, hat Keenan schon mehrere große Titel gewonnen und in diesem Sport wohl schon alles gesehen. Zwar hat der ehemalige Weltklasse-Spieler in den letzten Monaten etwas mit seiner Konstanz und seinem Kopf zu kämpfen, doch wer auch immer anzweifelt, dass dieser Spieler weiß, wie der Ball in den Becher kommt, wird sich noch verwundert die Augen reiben. Seine tiefe Platzierung ist laut Vogel, der um die Stärke seines Partners weiß, vor allem der fehlenden Online-Erfahrung geschuldet.

Auch hinter Keenan endet die Qualität der Emmeringer nicht. Andreas Lintner, Nico Stawinoga und Stefan Demmel komplettieren gemeinsam mit dem schon erwähnten Kristyn-Petri eine Top 11, die ihresgleichen sucht. Lintner und Demmel, besser bekannt als ‚Die Bierbänker‘, haben sich im Verlauf des letzten Jahres zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz entwickelt und insbesondere Lintner hat seine Qualität mit einem Halbfinale bei der SSOBP bereits bewiesen. Einen enorme Sprung hat auch Stawinoga gemacht, dessen Wurf mittlerweile deutlich konstanter fällt. Er ist wohl, und dies soll keineswegs diffamierend gegen seine ehemaligen Partner sein, nur einen guten Mitspieler von einem tiefen Run in einem großen Turnier entfernt.

Auch hinter dieser brachialen Top 11 sieht Vogel viele Spieler „die einen guten Pong spielen können.“ Insofern muss den Jungs und Mädels aus Bayern auch bei einem Ausfall eines Top-Spielers nicht bange werden. Kein Problem sieht der Kapitän bei der großen Anzahl an gemeldeten Spielern. „Wir haben extra alle gemeldet, um möglichst vielen die Chance geben zu spielen. Dabei haben wir vor, interne Ausscheidungen zu machen, damit immer die besten acht antreten können.“ Der Konkurrenz kann bei dieser Ansage nun erst recht bange werden.

Was den 1. BPC Emmering erst recht zu einem der ganz großen Titelaspiranten macht, ist die Qualität bei den Frauen, auf die Vogel besonders hinweist. Mit Julia Sauter und Fabienne Bamann treten zwei Spielerfrauen für den 1. BPC an, die insbesondere in den vergangenen Wochen mehrfach bei den Online-Turnieren überzeugt haben – sei es mit ihren Partnern oder im Team. Beide haben, laut Vogel, das Potential jede Dame im Feld schlagen zu können.
Insgesamt kommt es für die Emmeringer, so ihr Kapitän, vor allem daruf an, intern zusammen zu halten. „Wenn wir die Leute bei der Stange halten und jeder sein Können zeigt, dann sind wir sehr gut aufgestellt. Wir haben die Werfer und den Ehrgeiz am Ende der Saison ganz oben zu stehen.“ Konstanz sei dabei der Schlüssel. „Man darf an keinem Spieltag locker lassen, wenn es dumm läuft, reicht eine Niederlage um am Ende nicht zu gewinnen.“

Ob der BPC am Ende diese Konstanz beweisen kann, werden die kommenden elf Spieltage zeigen, allerdings kann mit diesem Kader nichts anderes als der Titel das Ziel sein. Die ersten elf Spieler haben allesamt das Potenzial ein perfektes Spiel zu werfen und auch die Besetzung der Damen klingt vielversprechend. Bereits an den ersten drei Spieltagen (Duelle mit Franken, den Mighty Ducks und Rieberg) wird sich dabei offenbaren, ob der 1. BPC die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen kann und die Weichen Richtung Titel stellen wird.

Experten-Prognose: klarer Titelfavorit

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Die Mannschaftsvorstellungen im Überblick:

Saison I: Mannschaftsvorstellung 1/12

1. BPC Allgäu/Bodensee

„Wir liebäugeln mit einem Platz auf dem Podium, ich glaube aber nicht, dass wir etwas mit der Meisterschaft oder dem Abstieg zu tun haben werden.“ So beschreibt Kapitän Domi Geser die Chancen seines 1. BPC Allgäu/Bodensee rund vier Wochen vor dem Startschuss der Beer Pong-Bundesliga. Wirft man einen genauen Blick auf den Kader der Jungs aus dem tiefsten Süden der Bundesrepublik, so scheint diese Einschätzung ihres Mannschaftsführers durchaus den realen Chancen zu entsprechen.

An der Spitze der Starterliste steht mit Maximilian Göbel ein Spieler, der erst seit Kurzem zu einem gefürchteten Gegner in der Szene geworden ist. Seine Erfolge lassen sich bisher noch auf ein Halbfinale bei der letztjährigen SSOBP und mehreren kleinen Erfolgen bei regionalen Turnieren reduzieren. Zwar hat Göbel bei den bisherigen Online-Turnieren zu überzeugen gewusst, es ist dennoch fraglich, ob es ihm gelingt regelmäßig gegen die ganz Großen punkten zu können.

Etwas überraschend erst an Rang 2 findet sich dagegen der in den letzten Jahren beste und auch erfolgreichste Spieler der Jungs und Mädels vom Bodensee: Michael Geser. Der ganz große Titel fehlt dem Michael Ballack der Beer Pong-Szene noch, mit seinem Bruder schrammte er als ‚Mywiler City‘ gleich mehrfach haarscharf an einem der ganz großen Triumphe vorbei, darunter ein sehr starker zweiter Platz bei der ESOBP 2018. An Ranglistenplatz 2 sollte er dennoch die Chance haben, viele Punkte für sein Team zu holen.

Teamintern auf Rang 3 hat sich der Exil-Kißlegger Robert Florian geschoben, der sich mittlerweile, vor allem durch die harte Konkurrenz in seiner neuen Heimat Karlsruhe/Rieberg, zu einer stabilen Option entwickelt hat. Ob er allerdings stabil genug ist, um an Rang 3 ein Punktelieferant zu sein, wird die Saison zeigen.

Kapitän Geser selbst steht an Position 4. Für ihn ist es vor allem die fehlende Konstanz, die ihn dort stehen lässt. „Zwischen 11 und 111 kann ich alles werfen,“ fasst er selbst sein derzeitiges Wurfvermögen zusammen.

Eine große Stärke des Teams werden vermutlich die hinteren Positionen sein. Zu nennen sind dabei vor allem Felix Merz auf Rang 6 und Maximilian Breyer auf Rang 7. Geschuldet der Tatsache, dass beim Online-Pong die Defensive gegen Aufsetzer auf der Strecke bleibt, ist Felix Merz, der nach wie vor auf die oft verpönten Aufsetzer setzt, an der hinteren Position eine enorme Waffe. Einen Rang hinter ihm steht mit Breyer ein Spieler, den Kapitän Geser sogar in den Top 3 sieht, jedoch scheint Breyer nicht mit dem Online-Spiel klar zu kommen, was sein tiefes Ranking erklärt.

Dennoch, und das bekräftigen auch der an Position 5 gesetzte Innsbrucker Julian Schröcksnadel, seit mehreren Jahren Vereinsmitglied, und die beiden Wundertüten Luis Holl und Andreas Ohlinger auf 8 und 9, scheint der BPC Allgäu/ Bodensee ausgeglichen besetzt zu sein und zumindest gegen keinen Gegner chancenlos.
Eine besondere Rolle kommt in der Beer Pong-Bundesliga den Frauen zu: Hier kann der BPC mit Selina Kuen und Sabrina Mangold einiges an Turniererfahrung in den Ring werfen. Als Team ‚Schwops‘ haben die beiden schon diverse große Wettkämpfe bestritten und können hier mit Sicherheit für die eine oder andere Überraschung sorgen. Geschuldet der Tatsache, dass sich die meisten Frauen am Ende der Starterlisten befinden, wird es häufig zu reinen Damen-Einzeln kommen in denen Kuen und Mangold mit Sicherheit des Öfteren zu den Favoritinnen zählen werden.

Abschließend wollen wir noch einen Blick auf den Spielplan des BPC werfen: Das Auftaktprogramm scheint es, abgesehen vom Duell mit dem bpong.at PRO Team an Spieltag 2, gnädig mit den Allgäuern zu meinen. Nach den Duellen mit dem Pottsquad, dem BPC Aargau und der BV Chance an den Spieltagen 1, 3 und 4 könnten gut und gerne drei Siege auf dem Konto stehen. Mit einem guten Start in die Saison könnte der Sprung an die Spitze der Beer Pong-Bundesliga dann doch gelingen.

Experten-Prognose: Platz 4-5

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Die Mannschaftsvorstellungen im Überblick:

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